Weltpolitik der Templer

Neue Weltordnung

... oder das Ende des Humanismus

Wir leben in einem Jahrhundert in dem der Mensch, in völliger Selbstüberschätzung seiner Art und seiner Möglichkeiten, die sogenannten Errungenschaften der Aufklärung und Emanzipation, völlig zu verspielen und ins Gegenteil zu verwandeln droht. Statt die Altlasten der abrahamitischen Überhebungen endgültig abzustreifen, flüchtet er sich in die Ersatzreligion der Moderne, welche sich in den verschiedenen Prägungen des Humanismus und des daraus geborenen Gutmenschentums manifestiert. Dieser Humanismus, der im völligen Bann des unendlichen wirtschaftlichen wie kulturellen Fortschritts steht, zeigt sich als gefährliche, lebensbedrohende Ideologie, welche die Grundlagen der Evolution zunehmend zerstört. Die Menschen auf diesem Planeten verhalten sich wie krankheitsauslösende Mikroorganismen oder Krebszellen. Durch seine, infolge ungezügelter, hemmungsloser und idealistisch geprägter Massenvermehrung, herangezüchtete hohe Anzahl, wirkt er auf eine Art und Weise zerstörend auf den Planeten ein, wie eine Seuche auf einen Organismus.

Sicher gelingt es dem Humanismus verfallenen Wissenschaftlern immer wieder Expertisen zu verfassen, welche die derzeit festzustellenden Veränderungen auf dem Planeten als „natürliche, normale und unvermeidbare Ereignisse, welche sich auch in der Vergangenheit belegen lassen“, wissenschaftlich zu beweisen suchen. Selbst das derzeitige rasante Verschwinden von Arten, welches die Ereignisse des letzten belegten Massensterbens durch Meteoriteneinschlag inzwischen signifikant in den Schatten stellt, wird von den Fortschrittsgläubigen als natürliches Geschehen gepredigt. Aber die Ursache ist kein natürlicher Ablauf oder ein kosmisches Geschehen, es ist die katastrophale Folge der Menschenplage. Diese Form der Naturzerstörung ist die Folge des globalen Kapitalismus in seiner jetzt verfolgten Prägung, der Industrialisierung, der westlichen Zivilisation und der Unzulänglichkeit menschlicher Institutionen. Es sind die Spätfolgen, welche sich durch den Evolutionserfolg eines einzigen, extrem gierigen Primaten, einstellen. Heute wissen wir, dass das Vordringen des Menschen während der gesamten Vorgeschichte und Geschichte mit der Zerstörung von Ökosystemen und dem Ausrotten anderer Arten einherging.

Alle Prognosen der vergangenen Jahrzehnte zeigten sich als wenig exakt und man muss davon ausgehen, dass selbst unter der Annahme von rückläufigen Geburtenraten aufgrund gesellschaftlicher Faktoren und einer steigenden Sterberate infolge Überalterung, Hunger, Krankheiten und Genoziden, die Weltbevölkerung ungebrochen und unausweichlich weiter wächst. Das bedeutet, dass innerhalb der nächsten 30 Jahre statt bisher 7 Milliarden Menschen, dann 9 - 10 Milliarden Menschen an den extrem rückläufigen Ressourcen partizipieren müssen. Nur wenn man eine weitere Zerstörung, Verödung und Ausplünderung der Erde in Kauf nimmt, wären solche Menschenmassen noch zu ernähren. Es müssten bislang unerschlossene Biotope kultiviert, Regenwälder in grüne Agrarwüsten verwandelt und mittels Gentechnik zunehmend ausgelaugten Böden immer höhere Erträge abgerungen werden. Die Folge für die Evolution wäre Existenzvernichtend und es würde eine neue geologische Zeit anbrechen – das Eremozoikum, das Zeitalter der Arteneinsamkeit, in dem außer dem Menschen und seiner technisch-prothetischen „Fortschrittsumwelt“ nahezu nichts mehr am Leben ist.

Da sich aber durch die Aktivitäten des Menschen das planetare Gleichgewicht deutlich verschoben hat, ist ein Wandel im Gange, dessen Ausmaß der Mensch nicht wirklich einzuschätzen weiß. Der Ausstoß von Treibhausgasen hat ganze Ökosysteme auf der Erde unwiderruflich verändert. Die infolge der Fortschrittsgläubigkeit ausgelöste Wachstumsepoche der Weltwirtschaftssysteme führt zu einer weltweit voranschreitenden Industrialisierung, welche die erhoffte Mehrung von Wohlstand bereits ins Gegenteil zu verkehren beginnt. Die natürlichen Ressourcen werden nicht nur überlastet, sondern mit ihnen die Umwelt unumkehrbar zerstört.

Überschwemmungen in Peking 2013

Die Massenvermehrung der Menschen erinnert sehr stark an Spitzenwerte, die in Populationen von Kaninchen, Hausmäusen oder Ratten immer wieder mal auftreten können, auch im Hinblick auf die Folgen für die Umwelt. Menschen sind nun mal wie andere Tiere, die sich zu einer Plage ausweiten konnten, sie werden das Ökosystem wohl zugrunde richten, aber sie werden die Erde nicht endgültig zerstören. Die Erde wird sich kurieren und die Anzahl der Menschen drastisch zurückgehen. Die Evolution erhält die Möglichkeit für einen Neubeginn der als Ausgangspunkt für die Entwicklung von etwas Besserem dienen wird.

Die Menschen sind an einem Punkt angekommen, der ein zwingendes Umdenken erforderlich macht. Dringend geboten sind ein intelligenter Umgang mit den Gütern der Erde, die Achtung von Umwelt und Natur und die Erkenntnis eines grundlegend veränderten Verständnisses der Möglichkeiten und Bedürfnisse der Menschen. Es geht um nichts Geringeres als ein zukunftsfähiges Überlebenskonzept.

Industrielle Wirtschaft -

Eine Bilanz des Scheiterns

© John Freemont Stiller PCMTH

Gern präsentieren die Vertreter von Politik, Medien und Wirtschaft den industriell geprägten Wirtschaftszeitraum nach der Zeit der Aufklärung bis heute, als eine menschheitsgeschichtlich einzigartige Erfolgsgeschichte. Sicher haben die Industrieländer in dieser Zeit wirtschaftliche Höhen erklommen, die man noch im vorletzten Jahrhundert als unerreichbare Fantasien abzutun pflegte. Der überwiegende Teil der Bevölkerung erreicht nicht nur das Erwachsenenalter, sie werden auch um vieles älter, als man es noch vor 100 Jahren überhaupt erhoffen konnte. Sie können sich bilden, materiell mehr als auskömmlich und nicht wenige von ihnen überaus opulent leben, nie erhoffte Freiheitsrechte für sich in Anspruch nehmen und sich in durchaus demokratische Gemeinwesen einbringen: Sie können in einem Maße ihre Lebensführung selbst gestalten, wie dies selbst die älteren Generationen in ihrer Jugend nur von kleinen Minderheiten kannten. Die meisten Menschen in den Industrieländern führen materiell und immateriell reichere Leben als Burgherren im Mittelalter. Es kann uns also nicht verwundern, wenn der überwiegende Teil der Menschheit inzwischen diesem Pfad zu folgen versucht.

Die Kehrseite dieser glänzenden Medaille ist eine Bilanz des drastischsten Scheiterns welches eine Zeitepoche jemals erfuhr. 200 Jahre industriell geprägten Wirtschaftens haben nicht nur die Evolution in Bedrängnis, sondern die Menschheit an den Rand eines existenzbedrohenden Abgrundes gebracht. Selbst ein Rückzug aus dem bisherigen Streben nach weiterem Wachstum und immer mehr Wohlstand, ist weder leicht zu erzwingen, noch überhaupt erfolgsversprechend. Die inzwischen angerichteten Schäden sind überwiegend irreversibel. Die Polkappen und alle Inlandgletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt mit zunehmender Geschwindigkeit, die Weltmeere sind dermaßen vergiftet, dass der größte Teil der Fänge der Hochseeflotten eigentlich als Sondermüll entsorgt werden müssten, zudem hat die Vermüllung der Meere ein Ausmaß erreicht, dass einige Länder tatsächlich darüber nachdenken diesen Müll durch ein gewinnbringendes Recycling in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen, Quellen versiegen, Seen trocknen aus, Böden versteppen und verwüsten und einstmals unerschöpflich geglaubte Rohstoffe sind inzwischen soweit verbraucht, dass derzeit allein horrende Preiserhöhungen ein endgültiges Versiegen noch eine Zeitlang hinauszuzögern vermögen.

Die Menschen selbst und ihre Gemeinschaften haben sich durch ihre Art zu leben und zu wirtschaften, zermürbt und erschöpft, sie sind in überwiegender Zahl auf paradoxe Art und Weise zerbrechlicher, unmündiger, hilfloser und physisch, psychisch sowie geistig überforderter als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Die physischen Entlastungen, die der technische Fortschritt brachte, wurden durch zunehmende psychische Belastungen, Lärm, Stress, Hektik, den zunehmenden Überlastungsproblemen mehr als wett gemacht. Sind die Menschen glücklich in dieser selbstgeschaffenen Situation? Sie sind es tatsächlich nicht, wie alle Umfragen zu diesem Thema deutlich belegen. Aber sie geben an, durchaus zufrieden zu sein. Aber dieses Zufrieden sein sieht die Mehrheit in den Industrieländern inzwischen ernsthaft gefährdet, mehrheitlich spürt sie, dass der Zenit der historischen Epoche des Industrie- und Informationszeitalters überschritten ist.

Die Politik- und Wirtschaftseliten der führenden Industrienationen versuchen zwar beharrlich das Ende noch ein Stückchen in die Zukunft – die Zukunft unserer Kinder – zu verschieben. Doch der erforderliche Aufwand zeigt deutlich, wie erschreckend nahe das Ende ist. Ist es nicht frustrierend, dass es der Menschheit noch niemals gelungen ist eine Ordnung, ein System, eine Kultur oder Zivilisation hervorzubringen, die die Zeiten überdauert.

Mit absoluter Gewissheit muss man nun zugeben, dass auch in dieser historischen Epoche die Menschheit nicht in der Lage war, das immer wieder versprochene Paradies auf Erden zu erschaffen. Vorsichtig gesagt, sind die derzeitigen Umstände schlichtweg zu widrig. Derzeit sinkt nicht nur der materielle Lebensstandard beachtlicher Bevölkerungsteile signifikant, die Politik ist mit tatkräftiger Unterstützung der Medienwelt, zudem verstärkt darum bemüht, die Massen entsprechend zu indoktrinieren, dass diese nicht mehr in der Lage sind ihre eigene Situation auch nur ansatzweise zu erkennen. Hier zeitigen jahrzehntelange Steuerungen in der Bildungspolitik einen erschreckend negativen Einfluss auf das Bildungsniveau. Kaum einer ist noch fähig zu erkennen, dass Lohn- und Gehaltserhöhungen nur auf dem Papier existieren, und tatsächlich durch politisch gewollte Steuerungsmaßnahmen bereits im Vorfeld entwertet werden. Doch die sozialen Spannungen in den Völkern wachsen und immer mehr Menschen werden über den Rand der Gesellschaften hinweg gespült, abgedrängt, vereinsamt, ausgemustert.

In den Industrienationen beunruhigt die Menschen vor allem, dass es von keiner Seite irgendeine überzeugende Antwort auf brennende Zukunftsfragen gibt. Vielmehr wird durch Politik, Medien und auch wirtschaftsabhängigen Wissenschaftlern, in erschreckendem Umfang, eine sowohl direkte als auch indirekte Desinformation betrieben, welche bei der Brisanz der Fragen, bestenfalls als völlige Gleichgültigkeit und absolutes Versagen zu bewerten ist. Der Klimawandel ist weder zu leugnen noch wirklich zu übersehen – was, wenn die Prognosen der überwiegenden Mehrheit der Experten eintreffen? Was bedeutet es für die wohlstandsverwöhnten Nationen, wenn in naher Zukunft Hunderte von Millionen aus Asien und Afrika in die Industrienationen drängen – nicht zwingend um am Wohlstand Teilhabe zu suchen, sondern vielmehr, weil die Folgen und Schäden des Klimawandels in den Industrienationen zunächst noch in halbwegs überschaubaren Grenzen auftreten und hier noch mit halbwegs ausreichenden Niederschlägen zu rechnen ist? Alles was derzeit in Politik und Medien dazu verbreitet wird ist wirklichkeitsfern, beschwichtigend, ausweichend oder oft mehr als bizarr.

Die Menschheit fühlt sich nicht nur überfordert, sie ist es tatsächlich. Sie hat sich durch ihr narzisstisch egoistisches, rücksichtslos ausbeutendes, wirklichkeitsfernes Verhalten in eine existenzbedrohende Situation manövriert. Am liebsten würden viele die Uhr zurückdrehen und versuchen den Schaden ungeschehen zu machen. Die Masse jedoch lässt sich von der Politik darin bestärken, dass alles schon nicht so schlimm werden könne und der Mensch zudem durchaus in der Lage wäre, die Situation irgendwie zu meistern. Der Fortschrittsglaube der humanistischen Gutmenschen zeigt hier seinen ganzen schädlichen Einfluss. Ähnlich wie nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus, bei dem über mehrere Jahre steigende Bevölkerungsanteile meinten der Sozialismus sei eine gute Idee, die leider schlecht ausgeführt worden sei, so heißt es jetzt, das bestehende System sei in Ordnung, nur habe man bedauerlicherweise einige Fehler gemacht. Es wird versucht zu verharmlosen und Fehler allein bestimmten Gruppierungen zuzuweisen. Finanzjongleure haben über die Stränge geschlagen, die staatlichen Aufsichtsorgane sind zu lasch und haben versagt, natürlich gab es Versäumnisse im Bildungsbereich und das Problem der Migranten habe man unbestreitbar unterschätzt. Zudem habe man Bevölkerungsentwicklungen nur unzulänglich wahrgenommen und auf Natur- und Umweltfragen habe man deutlich zu spät reagiert. Aber man sieht sich immer noch bester Hoffnung, dass im Rahmen des bestehenden politischen und wirtschaftlichen Systems diese Probleme alle geheilt werden könnten. In direkt psychopatisch anmutenden Versprechen setzt man alles auf eine neue Heilslehre von hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten. Dadurch könnten die Mittel generiert werden, welche die Bewältigung aller Zukunftsherausforderungen sicher stellen könnten.

Dass man hier aber keine bedauerlichen Fehlentwicklungen heilen muss, sondern vorhersehbare Folgen der dominierenden Wirtschafts- und Lebensformen in den Industrienationen, wird von den Verantwortlichen gern verschwiegen. Doch umso erschreckender muten hier Aussagen von Politikern an, welche sich auf den Standpunkt stellen: Unsere Wirtschafts- und Lebensformen verursachen Probleme? Dann lasst uns das ganze mal anständig intensivieren. Haben diese das Diktum Albert Einsteins verdrängt, demzufolge Probleme niemals mit derselben Denkweise gelöst werden können, durch die sie entstanden sind? Unerschütterlich halten Politiker, Finanz- und Wirtschaftsführer daran fest, dass sich die Probleme von Wirtschaft und Gesellschaft allein dadurch lösen lassen, dass man nach immer mehr Wachstum strebt. In diesen Wachstumswahn haben sie inzwischen nahezu alle Völker der Welt hineingezogen und trotz nicht fehlender Stimmen mit dem vorsichtigen Ruf nach Mäßigung, fehlt bis heute die Einsicht darin, dass sich die Menschheit heillos übernommen hat. Für überwiegend unnötige Wohlstandsartikel und hirnlose Verschwendungsideen verbrauchen sie unersetzliche Ressourcen an Rohstoffen, Natur und Umwelt in rasender Geschwindigkeit. Selbst die nachwachsenden Rohstoffe, welche noch als Lösung der dringendsten Probleme propagiert werden, reichen nicht mehr aus, um die Gier der Menschheit zu befriedigen.

Was die Politik und die Wirtschaft heute als Wohlstandgewinne ausgeben, sind Hypotheken auf die Zukunft der Enkelgenerationen. Dies begann bereits in den siebziger Jahren und hat sich inzwischen derart verschärft, das nicht nur die Umwelt und Gesellschaftsbilanzen in erhebliche Schieflage geraten sind, sondern auch die Generationenbilanz, also die finanziellen Lasten, welche die Älteren an die Jüngeren weitergeben. Gern blicken die Älteren mit Wohlgefallen auf die Wohlstandsmehrung der letzten 60 Jahre zurück und rühmen sich dessen gegenüber den Jüngeren. Aber nur wenige sind sich überhaupt bewusst, welche enormen Lasten durch die sozialen Sicherungssysteme, öffentliche und private Schulden, Umweltschäden und Ressourcenverbrauch den nachfolgenden Generationen aufgehalst werden.

Die inzwischen hemmungslose Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten hat sich zum normalen Verhalten in westlichen Gesellschaften entwickelt. Man gibt das Verschulden als Ausdruck der Lebensfreude, Fortschrittsglauben und Vertrauen in die Zukunft aus. Nur Pessimisten verschulden sich nicht. Nur wer Schulden macht schafft mehr Wachstum. Die westliche Welt hat ihren Wohlstand auf einem Schuldenberg errichtet! Doch glaubt wirklich irgendjemand, man könne sich reich konsumieren oder reich verschulden? Hier haben die Politik und auch alle Ökonomen völlig versagt – sie haben einem Wahn gefrönt und sind nicht bereit diesen Götzen von seinem Podest zu stürzen. Sie haben es versäumt die Menschheit rechtzeitig zu warnen und diese sehenden Auges in ihr Verderben rennen lassen. Die Weltwirtschaft versinkt zunehmend im Sumpf von Schulden und immer weniger Politiker und Ökonomen glauben daran, dass irgendein Staat das jemals zurückbezahlt. Viele Staaten sind derart verschuldet, dass das Steueraufkommen der jeweiligen Volkswirtschaft nicht ausreicht um den Schuldendienst zu befriedigen – aber, so nebenbei bemerkt, gibt es da ja auch noch gewisse Verpflichtungen, die ein Staat gegenüber seinen Bürgern zu erfüllen hat. Die nähere Zukunft wird beweisen, wie berechtigt hier Zweifel sind.

... eine Utopie der gescheiterten Ideologien

Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.

Arthur Schopenhauer

Ende der achtziger Jahre vergingen sich westliche Politiker in Ideologien welche man bestenfalls als zum Scheitern verdammte Nachfolgekonstrukte des Marxismus betrachten konnte. Man glaubte sich dazu erkoren die verschiedensten gesellschaftlichen Konstellationen und Problemlagen alle über einen Kamm scheren zu können und schuf so die Voraussetzungen für neue, deutlich verhängnisvollere Problemlagen. Allein die Anmaßung den Staaten des ehemaligen Ostblocks als Allheilmittel wirtschaftlicher Schwächen die freie Marktwirtschaft aufzwingen und so allgemeinen Wohlstand schaffen zu wollen, war kein Zeichen von politischer Weitsicht, sondern von einfältiger politischer Naivität.

Die wie Handelsvertreter in Sachen Staubsauger und Versicherungen auftretenden Repräsentanten der EU, der Weltbank und des IWF versuchten tatsächlich, ungeachtet aller Unterschiede gesellschaftlicher, völkischer, religiöser und auch wirtschaftlicher Art, allen Staaten der postkommunistischen Länder ein und dasselbe Modell eines Verfassungsentwurfes und einer Wirtschaftsordnung aufzuzwingen. Noch abstoßender, dümmer und überheblicher sah man in der Neuzeit bestenfalls islamische Extremisten in das politische Weltbild einbrechen.

Der Zusammenbruch des Kommunismus war zwar erstaunlich friedlich und nur wenig Gewalt begleitet abgelaufen – aber es bestand zu keinem Zeitpunkt auch nur der geringste Grund der Annahme, dass die Welt dadurch insgesamt friedlicher geworden sei. Gerade im Hinblick auf die dramatischen Abläufe politischen Wandels in den arabischen Staaten, ist leicht zu erkennen wie schnell das Ende diktatorischer Regime in Krieg, Bürgerkrieg und ethnische Säuberungen ausartet. Besonneneres Vorgehen der westlichen Politik zum Zeitpunkt des Auseinanderbrechens der Sowjetunion hätte hier viele Gefahren abmildern können, doch der völlig fehlplatzierte Siegestaumel hat den Blick für Realitäten wohl völlig verblendet. Der Westen verlor sich in utopischem Denken. Wie gefährlich solches Denken ist, zeigt sich in den politischen Ideologieerscheinungen des Westens während der neunziger Jahre. Westliche Regierungen ließen sich zu Vorgehensweisen verleiten, welche von Anfang an keinerlei Aussicht auf Erfolg auch nur vermuten lassen konnten.

Gerade in Bezug auf Russland versagte westliche Politik mit ihren Utopien völlig. Gleichauf zu bewerten sind die als humanitäre Hilfe propagierten militärischen Interventionen auf dem Balkan – gerade jetzt immer deutlicher als absoluter Misserfolg zu erkennen. In ihrer völligen Selbstüberschätzung waren die Politiker des Westens auf die dramatischen Folgen ihres Fehlverhaltens und Scheiterns nicht Ansatzweise gefasst. Die Einführung demokratischer Strukturen brachte in den Splitterstaaten Ex-Jugoslawiens einen bisher nur verdeckt vorhandenen Nationalismus ethnischer Gruppen offen zum Ausbruch, in Tschetschenien kam es zu separatistischen Neuorientierungen und in den zentralasiatischen Gebieten der früheren Sowjetunion wurde der Islamismus in bisher unbekannten Ausmaßen entfesselt. Selbst in einigen Teilgebieten Russlands wird dieses Phänomen inzwischen zur Bedrohung der Föderation. Die westliche Utopie von Demokratie und freier Marktwirtschaft hat der Welt mitnichten den Frieden gebracht – sie löste einen weltweiten Sturm von Gewalt, Verbrechen, Bürgerkrieg und religiösem Extremismus aus. Linke wie rechte Regierungen ergingen sich im Wunschdenken, die aufkommenden nationalistischen, ethnischen und religiösen Konflikte wären nur vorübergehende, regional begrenzte Anlaufschwierigkeiten auf dem Weg zur neuen Weltordnung westlicher Prägung – das ausschalten jeglichen realitätsgerechten Denkens gebiert den Untergang des liebgewonnen und doch überholten westlichen Weltbildes. Das politische Versagen auf ganzer Linie ist der Auslöser der sich jetzt abzeichnenden Konflikte um die letzten natürlichen Ressourcen dieses Planeten – die Umverteilung hat bereits begonnen.

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