Sozial- und Entwicklungspolitik des Tempels

Die Politik der Industrienationen hat die Hauptverantwortung für die in den letzten Jahren deutliche Zunahme an Hungernden weltweit zu tragen. Entwicklungspolitik hat eine Form angenommen, welche selbst bei bestem Wohlwollen nur noch als Verbrechen an den „armen“ Nationen bezeichnet werden kann. Das Ziel von Entwicklung war eigentlich immer etwas durch die industrialisierten Länder ‘vorentwickeltes’, das in einer Art ‘Aufholjagd’ durch ‘nachholende Entwicklung’ erreicht werden musste. Diese ‘Hilfe zur Beseitigung von Defiziten’ erfüllt vor allem missbräuchliche Funktionen.

So dient sie beispielsweise dem Erhalt und der Ausdehnung von Einfluss und Macht, der Manipulation und Zufriedenstellung der Massen sowie damit zusammenhängend der verdeckten Aufstandsbekämpfung.

Doch selbst wenn Hilfe den ernsthaften Anspruch der ‘Hilfe in der Not’ hat, ist nicht automatisch gewährleistet, dass Hilfe wirklich hilft. Denn gut gemeint allein reicht nicht! Durch die noch so gut gemeinte aber einseitige Hilfeleistung entsteht immer ein Gefälle zwischen aktivem Geber und passivem Empfänger. Ob nun bewusst oder unbewusst, eine solche von Gegensätzen geprägte Konstellation verfestigt die Wahrnehmung einer scheinbar objektiven Hilfebedürftigkeit und erhält Abhängigkeiten bzw. schafft sogar neue.

Hier setzt die Idee der ‘Hilfe zur Selbsthilfe’ an, also einer Hilfe die sich im günstigsten Fall selbst überflüssig macht und so zumindest längerfristige Abhängigkeitsverhältnisse vermeiden will. Das Paradigma des Zwanges zum Helfen geht mit blindem Fortschrittsglauben einher. Trotz massiven Scheiterns auf breiter Ebene in den Industrienationen hat doch die Überzeugung von der Notwendigkeit möglichst ungezügelter wirtschaftlicher Entwicklung zum Wohle der Menschen weiterhin Bestand. Doch Entwicklung, verstanden als grenzenloses wirtschaftliches Wachstum, hat deutliche Grenzen – vor allem ökologische und soziale.

Bei den G8-Ländern herrscht noch immer der Glaube, die Lösung aller Probleme der Entwicklungsländer liege darin, den Regierungen mehr Geld zu geben und ihnen ihre Schulden zu erlassen. Das bringt aber tatsächlich gar nichts, denn der Grund für zunehmende Armut sind schlechte, inkompetente und korrupte Regierungen und deren von erschreckender Egomanie getriebene westliche Unterstützer. Denen noch mehr Geld hinterherzuwerfen ist keine Lösung. Hier ist Entwicklungshilfe allein als Korruption zu Lasten der betroffenen Völker, also als durchweg schädlich zu betrachten. Denn hier kommen als Hilfe bezeichnete Leistungen allein Regierungen zugute, die ihre Länder zugrunde richten. Sie belohnt schlechtes Regieren und verhindert dadurch notwendige Reformen. Welcher Wahnsinn treibt westliche Steuerzahler den luxuriösen Lebensstil afrikanischer und asiatischer Diktatoren oder politischer Agitatoren und Demagogen zu finanzieren?

Es ist an der Zeit eine weltweite Aktion aufzurufen, welche den Steuerzahlern klarmacht, dass die von ihnen vielleicht wohlgemeinte Entwicklungshilfe durchweg schädlich ist. Viele Menschen, selbst Politiker, Medienstars aus Film und Fernsehen, mit zweifellos guten Absichten, sammeln selbst, veranstalten Großsammlungen und Werbeaktionen zum Sammeln von Geldern für Afrika und andere krisengeschüttelte Länder. Aber in ihrem Bedürfnis zu helfen, schaden sie den Menschen, indem sie dafür sorgen, dass korrupte Regierungen gepampert werden.

Der Weg zur Hölle war schon immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Was es wirklich braucht, ist ein stabiles Umfeld für Investoren aus dem Ausland, aber auch aus Afrika selbst. Schwarzafrikaner halten ein Auslandsvermögen von mehr als 5,6 Billionen US$. Die Regierungen in den afrikanischen Staaten müssen die Bedingungen dafür schaffen, dass die Menschen in ihrem eigenen Land investieren statt im Ausland.

Wir fordern im völligen Konsens mit den meisten Regierungschefs der AU (Afrikanische Union) in Afrika einen sofortigen Entwicklungshilfe-Stopp. Die bisherigen Versuche einiger EU Länder und der UN Organisationen Entwicklungshilfe an Bedingungen zu binden haben sich als wirkungslos erwiesen. Inzwischen sind selbst Hilfsorganisationen in vielen Fällen allein zum Selbstzweck in zahlreichen Entwicklungsländern aktiv. Woher nehmen westliche Regierungen und von diesen gesponserte Hilfsorganisationen eigentlich die Anmaßung, besser entscheiden zu können, was zum Wohl der Menschen in Afrika erforderlich ist, als deren eigene Regierungen oder örtliche Hilfsorganisationen und Vereinigungen?

Weltweit wurden in den letzten 40 Jahren mehr als 4,8 Billionen US$ an Entwicklungshilfe gezahlt. Aber gerade Afrika ist in dieser Zeit immer ärmer geworden. Natürlich kann ein gezielt platziertes Entwicklungshilfeprojekt in einem einzelnen Dorf auch Gutes tun. Aber insgesamt gesehen hat die Entwicklungshilfe versagt. Warum sollte ein Stopp also schädlich sein? Man müsste den Ländern nur etwas Zeit geben, sich darauf einzustellen, also die Hilfe über einen Zeitraum von mehreren Jahren zurückfahren. Der positive Effekt würde bei Weitem überwiegen.

Wenn also internationale Hilfeorganisationen oder auch Regierungen partout Geld geben wollen, dann bitte nicht an die Regierungen, sondern direkt an unabhängige Universitäten oder Forschungseinrichtungen in den betreffenden Entwicklungsländern. Derzeit gehen weniger als fünf Prozent direkt an private Institutionen. Wenn überhaupt, dann braucht man in den Entwicklungsländern Hilfe, die den Menschen nützt, nicht den Regierungen.

Die globalen Entwicklungen lassen für die Zukunft eine weitere Zunahme von Naturkatastrophen und Missernten erwarten. Die Ernährungssituation wird also zunehmend angespannter werden und zunehmend mehr Menschen werden gerade auf den Ackerbau angewiesen sein – helfen wir ihnen also dadurch, dass wir ihnen mit Forschung und Beratung zur Seite stehen die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen.

Tatsächlicher Druck auf die westlichen Regierungen zur Umorientierung in der Entwicklungshilfe und der Abkehr vom derzeit geführten Agrikulturkampf könnten die Welternährungslage deutlich entspannen. Auch in den Industrienationen muss die Agrarpolitik so gestaltet werden, dass die Verantwortung für die Erhaltung der Ressourcen Boden, Artenvielfalt und Wasser gesetzlich verankert und jedem einzelnen abverlangt wird.

Hunger und Unterernährung sind eine globale soziale Aufgabe, welche jedoch nicht allein durch Umverteilung zu lösen sein wird. Langfristig ist die Ernährung der Völker nur regional zu lösen und von einer wirklich drastischen Reduzierung der Weltbevölkerung abhängig, welche durch eine weltweit organisierte verbindliche Familienpolitik vorangetrieben werden muss. Der Mensch ist nicht allein Faktor einer wachstumsorientierten Wohlstandsgesellschaft – er ist auch Teil eines durchaus empfindlichen Ökosystems, welches er zwingend zum Überleben benötigt. Im Buch Genesis werden die Menschen aus dem Paradies vertrieben, nachdem diese vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten, und müssen fortan von ihrer Hände Arbeit leben. Nirgends ist die Rede davon, dass es je eine Rückkehr in einen Zustand der einstigen Unschuld geben wird. Es gibt kein Zurück mehr - Nullum erit tempus hoc amisso!

Es ist unsere feste Überzeugung, dass die Globalisierung den Bau von interkulturellen Brücken nötig macht, um sich so gegenseitige Akzeptanz und Achtung entgegen zu bringen. Jeder Mensch hat ein Recht auf ausreichende Ernährung, Zugang zu sauberem Wasser, ein Recht auf Bildung und Entwicklung, ein Recht auf Gesundheitsfürsorge, ein Recht auf kulturelle Identität und ein Recht auf den Erhalt seines Lebensraumes. Die globalen Klimaveränderungen und das fast seuchenhafte Bevölkerungswachstum schränken den Lebensraum aller Lebewesen zunehmend in Existenz bedrohendem Ausmaß ein. Vor diesem Hintergrund tragen die Forschungs- und Entwicklungs-Projekte des PCMTH dazu bei, dass die Menschen die natürlichen Ressourcen ihres Lebensraumes nachhaltiger nutzen können, sich so eine stabile Existenz sichern und den größtmöglichen Schutz von Natur und Umwelt gewährleisten.

Der Orden der Tempelherren PCMTH international ist offen für alle Partnerschaften, die der Erfüllung seiner Mission und der Erreichung seiner Ziele dienen. In internationalen Hilfsprogrammen kooperiert der Orden mit den folgenden Partnern, um unterschiedliche Aspekte in bestimmten Projekten zu berücksichtigen und integrierte Programme anzubieten.

Der rote Halbmond ist Bestandteil einer weltweit agierenden Hilfsorganisation, zu der auch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) zählt. Die Organisation der Finanzierung im arabischen Raum liegt in der Verantwortung ordensnaher Institutionen.

Der rote Halbmond organisiert humanitäre Aktionen in Kriegs- und Krisengebieten vor allem in islamischen Ländern. Die Organisation vermittelt zwischen Kriegsparteien, pflegt Verwundete, schützt die Zivilbevölkerung und versorgt Kriegsopfer mit Hilfsgütern.

http://www.prcs-lebanon.org/prcs/default.aspx

The Food and Agriculture Organization of the United Nations leads international efforts to defeat hunger. Serving both developed and developing countries, FAO acts as a neutral forum where all nations meet as equals to negotiate agreements and debate policy. FAO is also a source of knowledge and information. We help developing countries and countries in transition modernize and improve agriculture, forestry and fisheries practices and ensure good nutrition for all. Since our founding in 1945, we have focused special attention on developing rural areas, home to 70 percent of the world's poor and hungry people.

World Vision is a Christian humanitarian organization dedicated to working with children, families and their communities worldwide to reach their full potential by tackling the causes of poverty and injustice. See below for how World Vision has carried out this mission in every decade since its founding in 1950.

The need

Nutritious food is a critical building block for children’s growth and development. Half of all childhood deaths can be traced to malnutrition. And when parents are weakened by hunger, they cannot work, grow crops or provide for their families. Severe food shortages result from factors that often compound each other: Poor farming techniques Low soil fertility Poor access to quality seeds Poor control of crop pests Environmental degradation Drought and other natural disastersUnless communities can establish secure sources of food to meet their nutritional needs, they have little hope of offering their children a healthy future.

http://www.worldvision.de/

The Kenya Agricultural Research Institute (KARI) is a premier national institution bringing together research programmes in food crops, horticultural and industrial crops, livestock and range management, land and water management, and socio-economics. KARI promotes sound agricultural research, technology generation and dissemination to ensure food security through improved productivity and environmental conservation.

http://www.kari.org/

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